Januar 2008 Archiv

Koch-Show

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Liebe Köchinnen und Köche,

hoffe euch geht's gut!? Gibt es eigentlich immer noch so viele Kochsendungen im deutschen Fernsehen? Wenn ja, liegen wir heute voll im Trend, denn Gabi und ich haben einen kleinen Pasta-Kurs für euch vorbereitet! Seit unserer Ankunft hier in Italien, haben wir schon wahnsinnig viele neue Rezepte kennengelernt (meistens natürlich Pizza- und Pasta-Sachen ;-) und sogar ich fühle mich mittlerweile schon wie ein kleiner Küchenprofi! Am Montag war ich mal wieder dran mit Kochen und Gabi hat das für euch im Bild festgehalten.

Los geht's! Es gibt übrigens Lachs-Pasta mit Tomaten-Fenchel-Soße.

Der erste Schritt ist natürlich immer der Einkauf:


Tomatenkauf.

Auf die Tomaten im kleinen Supermarkt von Francesco ist immer Verlass! Frischen Fenchel gab's natürlich auch.


Pastaauswahl.
Die Auswahl der passenden Pasta fällt immer besonders schwer - selbst im kleinsten Märktchen gibt es immer mindestens zwei Regale voll! Meine Entscheidung stand aber trotzdem schnell fest: Breite Lachs-Bandnudeln in Schweinchenrosa!


Weinauswahl.
Ein leckerer Wein darf natürlich auch nicht fehlen! Ich persönlich bevorzuge ja einen trockenen Roten, aber zu dem Gericht passt auch ein Weißer.


Einkaufstaschen.
Und dann: Ab nach Hause mit den Schätzen...


Fenchel schneiden.
...und ein bisschen Schnibbelarbeit leisten. Also Tomaten würfeln und den Fenchel in Scheiben/Ringe schneiden.


Fenchel schmeckt uns auch roh.
Schmeckt auch roh schon fantastico :-)


Andy am Herd.
Fenchel dünsten (in Olivenöl!), bisschen Zwiebeln, bisschen Knoblauch - und am Ende die Tomatenwürfel dazu und köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln kochen.


Haende abwischen.
Hände sauber? Tisch decken, servieren, essen, trinken, fertig!

Und weil wir so gierig waren, haben wir glatt vergessen, ein Foto vom fertigen Essen zu machen. Schande über uns! Aber ihr könnt mir glauben, es sah echt lecker aus und hat auch genauso geschmeckt. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Nachkochen!

Unsere für oder gegen "Karneval in Venedig"-Entscheidung ist noch nicht gefallen. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Buon appetito und alle Liebe von den "Italienern"


PS: Lieber Momo, wir freuen uns so für dich, dass du dermaßen große Fortschritte gemacht hast und die Reha schon wieder verlassen kannst! Weiter so, du kannst stolz auf dich sein! Deine Gabi und Andy


Hallo ihr alle,

und schon wieder ist eine Woche vergangen seit meinem letzten Eintrag. Die Zeit rast! Selbst wenn man es, wie wir, ein bisschen langsamer angeht!! So richtig viel zu erzählen hab ich diesmal gar nicht, aber ich hab euch ein paar Fotos und sogar ein kleines Video "mitgebracht":

Gabi und Andy sitzen in einem Boot.
Wie ihr seht, haben wir uns aufs Wasser gewagt. Fabio (der Sohn unsrer lieben Nachbarin Maria - ich hab schon mal von ihm erzählt) hat gerade Urlaub und war so nett, uns am Dienstag mit auf sein Bötchen zu nehmen. Schließlich sollten wir Bonassola auch mal "von der anderen Seite" aus sehen. Wir sind also ein bisschen unsere Küste auf und ab gefahren, wobei Gabi aber leider ziemlich schnell ziemlich stark gefroren hat. Auf dem Meer weht echt nochmal ein ganz anderer Wind als auf dem Festland - auch wenn man nicht weit raus fährt! Aber seht selbst, Fabio hat uns frecher Weise mit seinem Handy aufgenommen:


Wir Männer hatten dann bald Mitleid mit der leidenden Gabi und sind wieder Richtung Strand gegondelt (okay, mir war's auch ganz recht so ;-) Wir haben aber fest mit Fabio vereinbart, dass wir bei besserem Wetter so in ein paar Wochen eine ausgedehntere Bootsfahrt machen werden. An Land sind wir dann noch zusammen ins einzige Strandcafé, das um diese Jahreszeit überhaupt geöffnet hat (die anderen machen wohl erst so im April/Mai wieder auf). Das ist übrigens Fabio:

Fabio im Strand-Cafe.
Naja, richtig viel könnt ihr nicht von ihm erkennen... Demnächst poste ich mal ein besseres Foto, vielleicht zusammen mit seiner Frau Manuela - die hab ich euch ja auch noch gar nicht gezeigt! Zum Schluss gibt's eine kleine Strand-Impression. So sieht das momentan aus, wenn man auf der Café-Terrasse sitzt und seinen Espresso schlürft:

Strand-Impression.
Oh Mann, Ende nächster Woche ist schon Fasching! Das ist ja eigentlich nicht so mein Ding, aber wer weiß, vielleicht bekehren die Italiener mich ja? Gabi und ich müssen jedenfalls noch ausdiskutieren, ob man "Karneval in Venedig" unbedingt gesehen haben muss (ich finde ja nicht)...

Helau oder Alaaf oder so,
euer Andy


Salve Freunde,

hier kommt mein neuster Reisebericht! Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, sind Gabi und ich momentan total ausflugslustig und deshalb haben wir auch letztes Wochenende wieder die Umgebung erkundet. Dabei haben wir unsere ursprünglichen Pläne "Pisa" oder "Toskana" über Bord geworfen und auf später verschoben und haben uns DAS Ausflugsziel der ligurischen Küste vorgenommen: Es liegt quasi direkt vor unserer Haustür und heißt "Cinque Terre". Gemeint ist damit ein Küstenabschnitt, der knappe zehn Kilometer lang ist und auf dem fünf Dörfer liegen. Diese total malerisch an steilen Hängen zum Meer gelegenen Dörfer sind durch uralte Wanderwege miteinander verbunden.

Gabi studiert Cinque Terre.

Hier studiert Gabi die Cinque Terre-Karte am Bahnhof.

Gabi und ich sind von Bonassola aus einfach mit dem Zug Richtung Cinque Terre gefahren und sind dann schön per pedes weiter. Ein Auto ist da in diesem Nationalpark echt völlig fehl am Platz und außerdem macht unser Luigi in letzter Zeit immer wieder Probleme. Hoffentlich hält er wenigstens noch solange durch, bis wir im April wieder den Heimweg nach München antreten!? Naja, jedenfalls hätten wir vorher niemals gedacht, dass uns dort eine so dermaßen traumhafte Landschaft erwartet - zwischen den einzelnen Dörfern wandert man durch Weinberge und Olivenhaine und alles ist mit uralten Mäuerchen (die heißen "muretti") in einzelnen Terrassen angelegt. Hier auf dem Foto seht ihr was ich meine:

Terrassen von Cinque Terre.
Besonders großartig daran ist, dass die Idylle nie durch Autoverkehr und riesige Hotelbauten oder ähnliches gestört wird. Wobei das Gebiet zur Hauptsaison wohl tourismusmäßig ziemlich überlaufen sein soll. Zum Glück sind wir jetzt im Januar von Menschenmassen verschont geblieben. Noch ein Vorteil der momentanen Jahreszeit ist, dass gerade die gelben Mimosen blühen, was wunderschön aussieht und bestimmt besonders unsere pflanzenliebende Freundin Isolde Pavarotti begeistert hätte! Es gab echt 'ne Menge zu sehen und zu staunen und nachdem wir auch noch durch ein Stückchen Wald gewandert waren, hatten wir uns eine ordentliche Mahlzeit verdient!

Gabis Selbstporträt.
Gabis "Selbstporträt".

Unsere liebe Nachbarin Maria hatte uns vorher schon gesteckt, wo man am besten Essen kann. Ein kleiner Nebeneffekt des großen Urlauberandrangs hier ist natürlich auch, dass es in den meisten Restaurants nur lieblose Touri-Gerichte aus der Tiefkühltruhe gibt... Aber wir als Insider ;-) hatten im Dörfchen Corniglia, das wir kurz hinter dem Waldstück erreichten, ein köstliches Mittagessen in einem kleinen Lokal (hausgemachte Fischravioli). Und weil wir so nette Grüße von Maria im Gepäck hatten, nahm uns der Bruder des Restaurantchefs kurzerhand in seinem Auto mit ins nächste Dorf (Manarola) von wo aus wir unbedingt auf der Via dell'Amore in den letzten Cinque Terre-Ort (Riomaggiore) wandern wollten. Das ist nämlich der berühmteste und romantischste der dortigen Wanderwege, besonders zu empfehlen für Verliebte, wie der Name ja schon verrät :-)

Manarola.
In Manarola sind die Häuser komplett ineinander verschachtelt...

Zurück nach Bonassola ging's natürlich wieder mit dem Zug. Ein herrlicher Ausflug - und höchste Zeit, dass wir ihn unternommen haben! Schließlich sind wir jetzt schon seit zweieinhalb Monaten hier und Cinque Terre ist echt nur einen Steinwurf entfernt. Gestern hab ich übrigens kurz vor unserer Ortseinfahrt ein seltsames Graffiti entdeckt:

Graffiti vor Bonassola.
Ich hab natürlich gleich Maria gefragt, was das zu bedeuten hat. Übersetzt ergibt es den etwas trotzigen Ausspruch: "Cinque Terre sind fünf (Orte), aber Bonassola gibt es nur einmal (ist einzigartig)". Das Ganze kommt daher, dass die vielen kleinen ligurischen Küstenorte, die nicht in Cinque Terre liegen, sich ein bisschen vernachlässigt fühlen, weil alle Touristen automatisch immer zu DEN fünf Orten wollen. Also mir ist es ja ganz recht, dass Bonassola nicht so überlaufen ist!! Das kann gerne so bleiben!

In diesem Sinne: Ciao, ciao ihr Lieben! Grüße auch von Gabi
Euer Andy


Liebe Daheimgebliebenen,

ich hab euch zwar erst gestern geschrieben, aber die Fotos von heute Vormittag möchte ich euch auf keinen Fall vorenthalten! Uns hat nämlich am Morgen das Kitzeln der Sonnenstrahlen auf unseren Nasenspitzen geweckt und da haben wir sofort die Gunst der Stunde genutzt und sind runter zum Strand:

Andy mit Schirm am Strand.

Gut beschirmt...

Okay, der Sonnenschirm war echt ein bisschen übertrieben und Gabi hat mich auch sofort ausgelacht, aber ich wollte ihn halt mal ausprobieren ;-) Wir sind momentan beide total hibbelig und unternehmungslustig und deshalb haben wir auch gleich angefangen, unsere nächste Tour für das kommende Wochenende zu planen. Ganz sicher ist es noch nicht, je nach Wetterlage haben wir mal Pisa oder Toskana ins Auge gefasst. Aber davon werde ich euch dann natürlich nächste Woche berichten!

Gabi mit Landkarte am Strand.
Gut geplant ist halb gewonnen (oder so?? :-)

So gegen halb eins haben wir unser Strand-Quartier dann aber wieder verlassen und sind zum Kochen nach Hause („nach Hause", wie das schon so selbstverständlich klingt!!). Wurde auf Dauer doch ein bisschen kalt und windig am Strand. Ich freu' mich jetzt schon total auf den Frühling!

Ob's bei euch die Tage noch schneit??
Andy


Guten Tag liebe Leute,

na, ist bei euch auch wieder der Alltag eingekehrt nach all der Weihnachts- und Neujahrsfeierei!? Bei uns auf jeden Fall, wobei wir "Auswanderer" ja eigentlich nie wirklichen Alltag haben. Viel mehr befinden wir uns in einem permanenten Ausnahmezustand - und zwar in einem schönen! Wollt ihr zum Beispiel mal den traumhaften Sonnenuntergang sehen, den wir dieser Tage bei einem Spaziergang genießen durften:

Wir im Sonnenuntergang.

Italienische Idylle mit Paar ;-)

Wir haben uns letzte Woche unsere Klapperkiste "Luigi" geschnappt und sind ein bisschen an der Küste entlang gefahren. Was gar nicht so einfach ist, da hier teilweise die Berge quasi bis ins Meer ragen und man nur durch kleine schmale Tunnel weiterkommt (einspurig versteht sich, so dass man immer wieder locker 'ne viertel Stunde an verschiedenen Ampeln warten muss). Trotz dieser Hindernisse hätte ich ewig so weiter fahren können, aber Gabi überredete mich, noch ein Stückchen zu laufen. Am Ende unseres Spaziergangs ist dann das Foto von oben entstanden. Und das hier auch noch:

Sonnenuntergang ohne Menschen.
Italienische Idylle pur.

Den heutigen Tag haben wir komplett damit verbracht, in unserer Wohnung klar Schiff zu machen. Nachdem am Sonntag das letzte Weihnachts-Event hier in Italien über die Bühne gegangen ist (erinnert ihr euch, ich hatte in meinem "Adventsbericht" von der Hexe "La Befana" berichtet), hat Gabi Großputz angeordnet und wir haben all unsre Deko- und Geschenkpapierreste usw. eingesammelt. Was da alles an Müll zusammenkam, obwohl wir es dieses Jahr weihnachtsmäßig echt nicht übertrieben haben! Apropos Müll: Hier gibt es in den Zeitungen und im Fernsehen momentan natürlich kein anderes Thema als das Abfallproblem in Neapel. Ihr habt sicherlich davon gehört!? Das stelle ich mir ganz schön unangenehm vor. Wir können echt froh sein, dass wir hier in Bonassola gut 350 Kilometer weiter nördlich sind!!

So, und nun schicke ich viele liebe Grüße noch weiter hoch in den Norden zu euch nach Deutschland!

Macht's gut und bis demnächst an dieser Stelle,
Andy

2008

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Frohes Neues,

euch allen! Hoffentlich seid ihr genauso gut gerutscht wie wir!?

Prosit 2008!

Wir wünschen allen ein wunderschönes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2008!
Viva l'anno nuovo!
Gabi und Andy Zenker


Wir haben den 02. Januar 2008 und mir ist heute Morgen beim Aufwachen mal wieder so richtig bewusst geworden, welch große Glückspilze Gabi und ich doch sind. Vier ganze Monate hier in Bonassola haben wir noch vor uns, bevor es wieder zurück nach München geht! Vier Monate, in denen wir diesen wunderbaren Ort weit weg vom Alltagsstress noch genießen dürfen. Und wir fühlen uns hier auch echt immer heimischer. Mittlerweile haben wir schon ein paar Leute näher kennengelernt und fast schon erste Freundschaften geschlossen - mit unseren direkten Nachbarn ja sowieso und jetzt auch so langsam mit Celina, Alessandro und Divo aus dem netten Lokal, in dem wir Weihnachten gefeiert haben.

Da es uns dort so gut gefallen hatte, sind wir prompt an Silvester nochmal da gelandet (wie ihr ja auf dem Foto oben sehen könnt). Ich hatte Divo am Samstag beim Semmelnholen im Dorf getroffen und er hat vorgeschlagen, den Jahreswechsel doch zusammen zu feiern. Dabei hat er mir auch erzählt, dass ich Gabi unbedingt ein spezielles Präsent für Silvester besorgen muss: Und zwar schenken sich Mann und Frau in Italien in der Neujahrsnacht rote Unterwäsche - die soll dem Paar Glück, und alles was es sich so wünscht, bringen, und natürlich auch fürs kommende Jahr amore, amore, amore. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und Gabi hat nicht schlecht gestaunt, als ich ihr nach Mitternacht plötzlich ein knallrotes Päckchen überreichte...

Ueberraschung!

Überraschung!! Wie der Inhalt des Päckchens genau aussah ist privat ;-)

Wir haben dann wirklich einen sehr schönen Silvester-Abend mit Celina und Alessandro und eigentlich dem halben Dorf verbracht. Im Laufe des Abends trudelten nämlich immer mehr Leute im Restaurant ein, manche brachten Essen mit, andere Getränke... Mit normalem Restaurantbetrieb hatte das gar nichts mehr zu tun (außer, dass Alessandro nach 12 dann noch tellerweise Spaghetti mit Gambas aus der Küche brachte. Lecker!!). Divo machte seinem Ruf als Entertainer und Clown natürlich wieder alle Ehre und kam immer wieder mit kleinen Unterhaltungsspielchen an, von denen er scheinbar endlos viele auf Lager hat. Zum Beispiel eines, bei dem wir anderen versuchen mussten eine leere Weinflasche so auf die Tischkante zu stellen, wie er das vorgemacht hatte...

Divos Flaschenspiel.
Ist Divo ein Zauberer?

Ich weiß bis heute nicht, wo der Trick bei der Sache war. Jedenfalls hat's keiner von uns geschafft und es gab jede Menge Scherben...!

Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück, und das wünsche ich euch allen nun nochmal für das vor uns liegende Jahr. Und ganz besonders dir, Momo, wenn du das hier liest: Glück und ganz ganz viel Kraft - auch von Gabi!

Andy