Daumen drücken!


Hallo Ihr alle,

heute ist Montag, der 17. Dezember, und ich bin noch immer total schockiert von den Ereignissen der letzten Wochen. Am Nikolausabend rief uns meine Tochter Iffi an und teilte uns mit, dass unser „Quasi-Schwiegersohn" Momo (er ist der Vater unserer Enkelkinder Nico und Antonia) einen Schlaganfall hatte - mit 32 Jahren! Gabi und ich saßen schon halb im Auto und wollten uns auf den Weg nach München machen, doch Iffi hielt uns zurück. Klar, wir hätten natürlich wirklich nicht viel ausrichten können, aber so eine Nachricht aus der Ferne zu verarbeiten ist irgendwie noch schwerer, als vor Ort zu sein. Bis vor ein paar Tagen wussten wir nicht einmal, wie das Ganze passieren konnte. Wirklich verstanden habe ich das allerdings immer noch nicht - eine leichte Fehlbildung an einem Hirngefäß war wohl dafür verantwortlich...

Tief durchgeatmet habe wir dann alle, als endlich klar war, dass Momo geistig zu 100 Prozent fit ist und er „nur" wieder lernen muss, seine rechte Körperhälfte richtig zu bewegen. Und das Sprechen muss er sich auch neu erarbeiten. Jetzt kommt alles auf den guten Verlauf der Therapie in der Reha an! Wir können also bloß abwarten, so schwer uns das auch fällt (ich muss Gabi echt zurückhalten, nicht jeden Tag mehrmals bei Iffi anzurufen).

So ist die Lage, und mehr habe ich gerade nicht zu berichten. Ist ja auch von einem Moment auf den anderen so absolut unwichtig wie das Wetter ist oder ob die Bayern ganz knapp Herbstmeister geworden sind.

Ich grüße euch und melde mich, wenn es (hoffentlich erfreuliche) Neuigkeiten gibt. Also drückt Momo fest die Daumen, er kann es gebrauchen!

Andy

5 Kommentare

Schneidi° schrieb:

Liebe Gabi, lieber Andy,

erst einmal ganz, ganz dolle gute Besserung für Euren "Quasi-Schwiegersohn" Momo. Ich drücke ihm alle meine Daumen und Hühneraugen, dass er ganz schnell wieder richtig gesund wird und keine bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zurück behält.

Ja, es ist wahr – bei so einem persönlichen Schicksalsschlag in der eigenen Familie rückt alles Andere erst einmal weit, weit in den Hintergrund und das ist gut so. Ob Ihr in Bonassola oder in München seid, spielt dabei gar keine große Rolle, finde ich. Viel wichtiger ist es doch, dass ihr alle Eure positive Energie bündelt und sie dem Momo immer wieder schickt und spüren lasst – mal als Brief, mal als e-mail, mal als SMS, mal als Video, welches einfach per Laptop im Krankenhaus angeschaut werden kann.

Und bitte, bitte, bitte – bei allem Trost, den ihr jetzt für Momo spendet – vergesst Euch selbst nicht dabei. Gerade in solchen Zeiten verliert man manchmal die eigenen Batterien völlig aus den Augen und sie sind manchmal schneller leer, als es einem lieb ist. Deshalb – denkt bitte auch an Euch.

Hier aus Deutschland gibt es zur Zeit keine großartigen neuen Nachrichten – Angela Merkel ist immer noch Bundeskanzlerin, der Benzinpreis hat sich im Durchschnitt bei 1,40 € eingependelt und der Preis pro Meter Nordmanntanne liegt bei rund 16,-- €.

Herzliche Grüße zu Euch nach Italien und alles Liebe und Gute für Momo wünscht
Schneidi°

Yvonne schrieb:

liebe gaby, lieber andy,

mensch, so eine hiobsbotschaft - und dann auch noch in der weihnachtszeit! ich kann total gut verstehen, dass es einem schwerer fällt "aus der ferne" anteil zu nehmen an so einer schlimmen sache zuhause! ich glaube, ich hätte auch schon halb im flugzeug gesessen!!

aber dem himmel sei dank, da habt ihr ja alle doch noch ein vorzeitiges weihnachtsgeschenk bekommen. immerhin besteht sehr große hoffnung, daß bei momo wieder alles gud wird.

natürlich drück ich die daumen!!

gaby, zünde eine kerze an für momo!
alles liebe
eure yvonne

Edith N. schrieb:

Liebe Frau Zenker,
lieber Herr Zenker,

Ihrem "Quasi-Schwiegerson" wünsche ich eine rasche Genesung! Er ist noch jung, das mag in der Situation ein Vorteil sein. Sollte es eine nachvollziehbare medizinische Ursache für den Schlaganfall geben, hoffe ich, dass man sie umgehend findet und das Risiko einer Wiederholung minimieren kann.

Und selbstverständlich rückt angesichts eines solchen Schicksalsschlags vieles andere im Leben in den Hintergrund. Ob das immer so gut ist? Es gibt durchaus noch Menschen, Situationen, Dinge, die man ernst und wichtig nehmen muss, auch wenn man sich gerade vor allem um einen ganz bestimmten Angehörigen sorgt.

Ich hab zum Beispiel den Eindruck, dass Iffi neben der Sorge um den Vater ihrer Kinder noch andere Probleme drücken. Und dass sie diese aus Rücksicht auf ihre Familie derzeit nicht ansprechen will. Ich bin mir sicher, dass man besagten Schwierigkeiten kurz und zackig abhelfen könnte ... aber wenn sie nix sagt, hilft ihr auch keiner. Stolz ja eine gute Sache - aber manchmal steht man sich damit auch selber im Weg.

Mit freundlichen Grüßen

Edith N.

Julia T. schrieb:

Drücke ganz feste die Daumen für Momo, dass er wieder gesund wird.

Gaby und du, ihr fehlt so sehr in der Lindenstraße. Aber gönnt euch diesen langen Urlaub. Gabi hat auch so viel durchgemacht und du auch.

Ciao

Julia

Tina schrieb:

Lieber Andi, liebe Gabi,

also mein Mann und ich sind total erschrocken über Momos Schicksal aber auch erleichtert, dass er keine psychischen Schäden davon getragen hat!

In meiner Familie gab es auch schon 2 Schlaganfälle, einen hatte mein Vater und er hatte auch wahnsinnges Glück (allerdings war er zur Zeit des Schlaganfalles schon über 50) und mein Onkel hatte kurz hintereinander 2 Schlaganfälle, leider hatte er kein Glück im Unglück und ist bis heute ein Pflegefall (er war ebenfalls schon über 50).

Wir drücken feste die Daumen und wünschen euch trotz aller Sorge ein schönes Fest in bella italia!

LG Tina und Familie

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