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Hans Beimer
 
Biografie
 

Hans Beimer wird am 03. Oktober 1943 in Berlin geboren. Nach seinem Studium der Sozialpädagogik arbeitet er im Jugendamt Bochum. Hans lernt 1966 Helga kennen und heiratet sie 1968. Ein Jahr später wird Tochter Marion, 1971 Sohn Benny geboren. 1976 erhält er eine Anstellung beim Jugendamt München und zieht mit seiner Familie in die bayerische Hauptstadt. Dort wird 1978 Nesthäkchen Klaus geboren.

Hans verliebt sich 1988 in die Nachbarin Anna Ziegler. Im Juli 1989 erblickt Hans' und Annas Sohn Tom das Licht der Welt. Hans bezieht mit Anna und den Kindern Tom und Sarah, Annas Tochter aus erster Ehe, eine gemeinsame Wohnung. Einen Monat nachdem sein zweites Kind mit Anna, Sophie, geboren wird, lässt Hans sich 1991 von Helga scheiden - im darauffolgenden Jahr heiratet er Anna. 1999 kommt Sohn Martin mit dem Down-Syndrom zur Welt.

Seit er im Dezember 2001 arbeitslos wurde, kümmert sich Hans hauptberuflich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder. Anna arbeitet als Erzieherin in Oberstaufen. Mit seinen Freunden trifft sich Hans regelmäßig im Fitnesskeller des Hauses Lindenstraße Nr.3 und im “Akropolis”. Als Anna im Juni 2003 eine Stelle als Heimleiterin im Allgäu angeboten wird, versucht sie die Familie zu überzeugen, mit ihr dort hin zu ziehen. Doch außer ihr ist keiner bereit, München zu verlassen und Anna lehnt das Angebot schweren Herzens ab. Statt dessen nimmt Hans einen Nebenjob als Nachtportier in einem Hotel an.

Weihnachten 2003 wird für Hans kein rechtes Fest der Freude. In dem Hotel, in dem er als Nachtportier arbeitet, wurde eine Razzia durchgeführt. Da Hans dort schwarz gearbeitet hat, ist er vor dem Auge des Gesetzes ein Wirtschaftskrimineller und ihm droht eine drastische Strafe. Außerdem muss er das während seiner Zeit im Hotel vom Arbeitsamt bezogene Geld zurückzahlen. Verzweifelt beleiht er die einst mit Helga abgeschlossene Lebensversicherung ohne deren Wissen.

Geldsorgen begleiten Hans und Anna auch im neuen Jahr 2004. Die finanzielle Situation spitzt sich weiter zu, der Haussegen hängt schief: Sophie will einen neuen Badeanzug, Tom braucht 280 Euro für die Klassenfahrt. Doch wie dem Nachwuchs erklären, dass kein Geld mehr auf dem Konto ist? Als Hans erfährt, dass Tom ausgerechnet seine Ex-Taube angepumpt hat, fordert er seinen Sohn auf, das Geld zurückzugeben.

Doch nicht nur zwischen Vater und Sohn kracht es heftig - Anna hat das Familienauto kaputt gefahren und den Unfall auch noch selbst verschuldet. Zum Glück ist ihr und dem kleinen Martin nichts passiert, doch die Verzweiflung ist groß. Wer soll die Reparatur bezahlen? Hoffnung verspricht da ein Job in der Stationären Jugendhilfe, den Hans seiner Frau im Frühjahr durch alte Kontakte vermitteln kann.

Einer der wenigen Lichtblicke in diesem Jahr ist Sarahs Rückkehr aus Kanada, wo sie für ein halbes Jahr als Au-pair-Mädchen gelebt hat. Anna und Hans staunen nicht schlecht über die positive Entwicklung ihrer Ältesten. Nur Tom zeigt wenig Interesse an der Rückkehr seiner Schwester. Er hängt den ganzen Tag am Computer. Als er eine teure Grafikkarte stiehlt, greift Hans ungewöhnlich hart durch und erteilt seinem Sohn absolutes PC-Verbot. Anna ist besorgt um die familiäre Harmonie und versucht ihren Mann zu beschwichtigen. Sie bittet um mehr Verständnis für Tom. Doch Hans' Nerven liegen derzeit blank: Große Sorgen bereitet ihm nämlich außerdem seine Enkeltochter Lea, deren Mutter Maja im September an Darmkrebs gestorben ist. Helga, die das Mädchen in ihre Obhut genommen hat, nimmt auch Opa Hans mit in die Pflicht. Ende Oktober bringt Annas Geständnis, dass sie über mehrere Monate eine Affäre mit ihrem Chef hatte, das Fass für Hans endgültig zum Überlaufen. Ratlos steht er der Frage gegenüber, wie es jetzt mit der Familie weitergehen soll.

Hans zieht sich zurück, wohnt vorübergehend in Erich Schillers ehemaligem Appartement und vermeidet den Kontakt zu Anna. Durch einen vorgetäuschten Unfall kann Sarah ihre Mutter und Hans im Januar 2005 jedoch wieder zusammenführen. Das Wiedervereinigungs-Glück beflügelt Hans so sehr, dass er seiner "Schönen" sogar einen zweiten Heiratsantrag macht. Mit leuchtenden Augen willigt Anna ein und am 16. Juni 2005 sagen die beiden im Beisein der Kinder erneut "Ja" zueinander.

Auch beruflich geht es im Jahr 2005 endlich wieder bergauf für Hans. Im Juli bietet ihm das Bürgerbüro, das er seit Mai ehrenamtlich unterstützt, eine Halbtagsstelle an, die der Familienvater freudestrahlend Mitte August antritt. In dieser Funktion steht er Andrea Neumann, Sprechstundenhilfe bei Dr. Flöter, im Dezember 2005 hilfreich zur Seite. Die junge Frau hat einen großen Schuldenberg angehäuft und sich zu allem Überfluss auf einen Kredithai eingelassen, den Hans jedoch mutig zur Raison bringt. Außerdem erstellt er für Andrea einen Schuldenplan und bringt sie finanziell wieder auf den rechten Weg.

Weniger helfen kann Hans seiner Tochter Marion im Mai 2006, als diese von ihrem Bräutigam Alex vor dem Traualtar im Stich gelassen wird. Die junge Architektin ist so verletzt und frustriert, dass sie wenig später beschließt, ihrem Leben in der Lindenstraße den Rücken zu kehren und ein Jobangebot in Frankfurt an der Oder anzunehmen. Hans bedauert zwar, die Älteste nun nicht mehr in seiner unmittelbaren Nähe zu haben, kann ihre Entscheidung aber sehr gut verstehen. Am Tag von Marions Abreise erhalten Hans und Anna ein höchst brisantes Angebot: Das reiche Ehepaar Schneider möchte mit 10.000 Euro Martins Schulplatz in der besten integrativen Schule Münchens für ihre Tochter abkaufen, die ebenfalls am Down-Syndrom leidet (Folge 1073). Doch gemeinsam mit den Kindern entscheiden Anna und Hans, dass Mürfel die bestmögliche Förderung bekommen und nach den Ferien den Schulplatz selbst antreten soll.

Anfang September erleben Anna und Hans eine herbe Überraschung: Anlässlich eines Hockeyturniers wird Tom positiv auf Drogen getestet und fliegt hochkant aus seiner Mannschaft. Vor allem aber verprellt er damit sein Stipendium für das Leipziger Sportinternat, das er ab Herbst besuchen sollte. Hans und Anna kochen vor Wut über ihren leichtlebigen Filius und sind erst wieder besänftigt, als Tom einen mehrmonatigen Praktikumsplatz in einem IT-Unternehmen antritt.

Gegen Ende des Jahres stehen große Veränderungen im Hause Beimer/Ziegler an: Anna bereitet sich auf ihren Umzug ins litauische Wilna vor, wo sie eine lukrative Stelle als Koordinatorin in einer Begegnungsstätte antreten wird. Doch zunächst will die Erzieherin sichergehen, dass ihre Lieben optimal versorgt sein werden. Deshalb wird händeringend eine Haushaltshilfe gesucht, die den Zurückbleibenden für einige Stunden pro Woche unter die Arme greift. Und das neue Jahr 2007 scheint es mit der Großfamilie gut zu meinen: Mit der Pädagogik-Studentin Kathy Müller schneit ein patenter Wirbelwind herein, der tatsächlich allen Aufgaben des turbulenten Haushalts gewachsen ist.

Trotz Kathys anpackender Hilfe gestaltet sich das Alleinerzieher-Dasein für Hans als schwierig. Vor allem als er Kathy arglos von Toms Kiffervergangenheit erzählt, beschwört er einen handfesten Vater-Sohn-Konflikt herauf (Folge 1110). Tom ist nämlich in die hübsche Haushaltshilfe verliebt und sieht durch Hans’ Plaudereien seine Felle schwimmen…

Im März stellen sich Hans und seine Stammtisch-Brüder einer neuen Herausforderung: „Akropolis“-Kellner Alex möchte dem zahnschmerzgeplagten Penner Harry bei der Finanzierung eines neuen Gebisses helfen und verdonnert die sechs leicht betagten Herren zur Teilnahme an einem Boygroup-Casting. Dem Sieger winken nämlich 5000 Euro – genug Geld, um Harry neue Vorderzähne zu spendieren. Hans und seine Freunde können sich deshalb nur schwerlich aus der Affäre ziehen und lassen Alex’ hartes Tanztraining über sich ergehen. Doch Hans’ großer Auftritt als Boygroup-Tänzer wird von seinem sportlichen Ehrgeiz durchkreuzt: Ein Ermüdungsbruch zwingt den ambitionierten Jogger zum vorzeitigen Ausstieg aus der Band (Folge 1114).

Die zweite Jahreshälfte hält für Hans einige Veränderungen bereit. Mitte September wird Klaus' Tochter Mila geboren und im Herbst werden gleich zwei Ziegler-Kinder flügge: Tom zieht nach zahlreichen Vater-Sohn-Konflikten im November in eine WG, und Sarah ist nach Antritt ihres Jura-Studiums zum Wintersemester so beschäftigt, dass Hans sie kaum noch zu Gesicht bekommt. Wenigstens kehrt Anna kurz vor Weihnachten endlich aus Litauen zurück.

Im neuen Jahr müssen die Beimer-Zieglers unverhofft enger zusammenrücken. Sarahs neue Liebe, der Comic-Zeichner Bruno, verliert sein Zimmer im Studentenwohnheim und kommt vorübergehend in der Kastanienstraße unter. Doch Sarahs Umgang mit dem wortkargen Bruno ist Hans und Anna nicht geheuer: Er ist rücksichtslos, muffelig und schottet Sarah von ihrer Familie ab. Hans und Anna sind zunehmend besorgt.

Die elterlichen Sorgen spitzen sich zu, als sie schockiert feststellen müssen, dass Bruno ihre Älteste schlägt. Besonders bei Anna reißen damit alte Wunden wieder auf – wurde sie doch selbst einst von Sarahs Vater Friedhelm über Jahre misshandelt. Hilflos versuchen Beimer-Zieglers Sarah die Augen für die Gefahr zu öffnen, in der sie sich befindet – und können dennoch nicht verhindern, dass sie mit Bruno sogar in eine eigene Wohnung zieht.

Anfang September hat auch Sarah eingesehen, dass Bruno immer wieder zuschlagen wird und will der unglückseligen Beziehung ein Ende setzen. Doch als Bruno seine Freundin beim Kofferpacken erwischt, rastet er aus und prügelt auf sie ein – die verzweifelte Anna muss alles am Telefon mit anhören (Folge 1189). Sofort macht Hans sich mit seiner Frau auf den Weg... Da Sarah sich inzwischen jedoch selbst befreien konnte, treffen sie nur auf Bruno. Während Hans sich in der Wohnung aufhält, kommt es auf der Galerie des Hochhauses zu einem heftigen Streit zwischen Anna und dem Schläger. Bruno provoziert Anna mit wüsten Beschimpfungen dermaßen heftig, dass diese handgreiflich wird - und Bruno von der Galeriebrüstung in die Tiefe stürzt! Hans eilt hinzu, packt die geschockte Anna und flüchtet panikartig mit ihr nach Hause.

Brunos Tod wird von der Polizei zunächst als Selbstmord betrachtet. Sarah fühlt sich zutiefst schuldig an Brunos (Frei)tod, bis Anna ihr die Wahrheit beichtet. Und Hans' Befürchtungen werden Wirklichkeit: Es kommt zu einer Entzweiung zwischen Mutter und Tochter.

Von Gewissensbissen zerfressen legt Anna schließlich auch vor der Polizei ein Geständnis ab (Folge 1196). Kurz darauf wird sie wegen Totschlags verhaftet. Hans und die Kinder sind bestürzt und leiden unter Annas Abwesenheit. Zu allem Unglück erscheint Ende November in der Boulevardpresse ein verleumderischer Artikel über die Familie Beimer-Ziegler, der neben Anna auch Tom und Sophie verunglimpft (Folge 1200). Immerhin zieht Sarah auf Sophies Bitten hin wieder zu Hause ein.

Während Hans versucht, die Situation zu meistern, greift er Anfang 2009 beiläufig immer häufiger schon am helllichten Tag zu einem Glas Rotwein – oder mehr. Schnell wird daraus eine zwanghafte Gewohnheit, die Hans beginnt vor seiner Familie geheim zu halten. Als Tom ihn allerdings im März tagsüber volltrunken in der heimischen Wohnung antrifft, ist es mit dem Versteckspiel aus (Folge 1215). Glücklicherweise werden Hans Ausflüchte von seinem Sohn nicht geduldet. Der konfrontiert ihn mit einer unbequemen Vermutung: Ist Hans bereits Alkoholiker?

So unbequem die Wahrheit, so schwierig die Zeiten: Je näher Annas Prozess rückt, desto mehr "braucht" Hans den Alkohol. Die Verhandlung verläuft indes alles andere als rund, Hans lässt sich sogar aus Sorge um Anna zu einer Falschaussage hinreißen. Ende April dann das Urteil: Anna muss wegen fahrlässiger Tötung ins Gefängnis (Folge 1222). Da sie bereits für einige Monate in Untersuchungshaft war und bei guter Führung mit vorzeitiger Entlassung rechnen kann, hoffen die Beimer-Zieglers darauf, dass Anna nach einem Jahr wieder zu Hause ist, als sie im Mai ihre Haftstrafe antritt (Folge 1224). Damit ist Anna voraussichtlich sehr viel kürzer von ihrer Familie getrennt, als zunächst befürchtet und Hans schwört erleichtert, von nun an die Finger vom Alkohol zu lassen. Um die Familie aus der finanziellen Misere zu steuern, macht Hans im Sommer 2009 einen Taxischein und übernimmt schichtweise das Taxi von Nachbar Andy Zenker (Folge 1231).

Im Oktober 2009 hat Anna erstmals Freigang und Hans bereitet sich auf das Treffen mit "seiner Schönen" vor. Anna versucht, nach außen stark zu wirken. Doch bald bricht die Verzweiflung aus ihr heraus. Hans entgeht nicht, dass es Anna im Gefängnis wahrlich nicht gut geht (Folge 1244). Seine Frau hält sich allerdings mit Details sehr bedeckt. Beim nächsten Ausgang bringt sie die frisch entlassene Steffi Kunz mit nach Hause. Wenig später stellt sich heraus, dass Steffi eine Doppelmörderin ist, die zwölf Jahre hinter Gittern verbracht hat (Folge 1248).

Dennoch nehmen die Beimer-Zieglers Steffi vorrübergehend bei sich auf und unterstützen ihren Neuanfang in der Gesellschaft. Auch Anna steht dieser Schritt bevor: Hans ist froh, denn im Mai 2010 beginnt endlich ihr offener Vollzug (Folge 1274). Auf diese Weise ist Anna der Familie nahe und muss nur noch die Nächte hinter Gittern verbringen. Im Juni 2010 wird Anna schließlich aus der Haft entlassen. Und es kommt noch besser: Steffi bietet ihr eine Stelle in ihrem in der Zwischenzeit eröffneten Pralinengeschäft "Kakao" an.


Siehe auch:

Juni 1999: "Hans Beimer" - Pressetext zur Krise bei Familie Beimer/Ziegler.

Juli 2001: Hans' und Annas Familie hat Zuwachs bekommen. Für kurze Zeit bieten sie dem renitenten Straßenkind Jack Aichinger ein neues Zuhause - Pressetext "Hans Beimer: Geheimakte Jack".

Januar 2002: Seit Anna den neuen Job als Erzieherin angenommen hat, weiß Hans nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Kochen, putzen, einkaufen -und dann auch noch drei Teenager im Zaum halten, die es ihm nicht gerade leicht machen... Hans' Situation wurde diskutiert im 'Thema der Woche' "Vom Hansemann zum Hausmann".