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Anna Ziegler

Gespielt von Irene Fischer

Anna zieht 1987 mit ihrem Ehemann Friedhelm Ziegler in die Münchener Kastanienstraße. Im gleichen Jahr kommt ihre gemeinsame Tochter Sarah zur Welt. Schon bald verlässt Anna den gewaltätigen Friedhelm, zieht zu ihrer Cousine Gabi in die Lindenstraße und verliebt sich in Hans Beimer. Sie wird schwanger von ihm und bringt 1989 Sohn Tom zur Welt. Mit Sophie und Martin folgen noch zwei Kinder, bis das Leben das Ehepaar im Jahr 2013 vor seine wohl größte Herausforderung stellt: Mit 53 Jahren erwartet Anna unverhofft ein weiteres Kind. Den Belastungen rund um die späte Schwangerschaft hält die Ehe der Beimer/Zieglers nicht stand. Anna und Hans trennen sich im Sommer 2013.

Annas Geschichte

Nachdem Anna und Hans 1989 Eltern des kleinen Tom werden, folgt zwei Jahre später Tochter Sophie. 1992 heiratet das Paar. 1999 wird der kleine Martin mit dem Down-Syndrom geboren.

Als Hans 2001 arbeitslos wird, ändert sich Annas Leben drastisch. Sie muss helfen den Unterhalt der Familie zu sichern und arbeitet an vier Tagen der Woche als Erzieherin in Oberstaufen. Natürlich leidet sie unter der Trennung von Hans und den Kindern. Besonders macht Anna zu schaffen, dass ihre älteste Tochter Sarah gerade eine schwere Zeit durchlebt und offensichtlich an der Essstörung Bulimie leidet - sie bräuchte die Mutter eigentlich dringend in ihrer Nähe. So muss Anna den schwierigen Spagat zwischen Job und Familie meistern.

Als Anna im Juni 2003 eine Stelle als Heimleiterin im Allgäu angeboten wird, versucht sie die Familie zu überzeugen, mit ihr dorthin zu ziehen. Doch außer ihr ist keiner bereit, München zu verlassen. Anna lehnt das Angebot schweren Herzens ab. Stattdessen nimmt Hans einen Nebenjob als Nachtportier in einem Hotel an. Weihnachten 2003 wird für die Familie kein rechtes Fest der Freude. In dem Hotel, in dem Hans als Nachtportier arbeitet, wurde eine Razzia durchgeführt. Da Hans dort schwarz gearbeitet hat, ist er vor dem Auge des Gesetzes ein Wirtschaftskrimineller und ihm droht eine drastische Strafe. Außerdem muss er das Geld zurückzahlen, das er während seiner Zeit im Hotel vom Arbeitsamt bezogen hat. Verzweifelt entschließt sich Hans, die einst mit Helga abgeschlossene Lebensversicherung ohne deren Wissen zu beleihen.

Ausgerechnet "Taube"!

Geldsorgen begleiten Anna und Hans auch im neuen Jahr 2004. Die finanzielle Situation spitzt sich weiter zu, der Haussegen hängt schief: Sophie will einen neuen Badeanzug, Tom braucht 280 Euro für die Klassenfahrt. Doch wie dem Nachwuchs erklären, dass kein Geld mehr auf dem Konto ist? Als Hans erfährt, dass Tom ausgerechnet seine Ex-Taube angepumpt hat, fordert er seinen Sohn auf, das Geld zurückzugeben.

Doch nicht nur zwischen Vater und Sohn kracht es heftig - Anna hat das Familienauto kaputt gefahren und den Unfall auch noch selbst verschuldet. Zum Glück ist ihr und dem kleinen Martin nichts passiert, doch die Verzweiflung ist groß. Wer soll die Reparatur bezahlen? Hoffnung verspricht da ein Job in der Stationären Jugendhilfe, den Hans seiner Frau im Frühjahr durch alte Kontakte vermitteln kann.

An Annas 45. Geburtstag im Sommer 2004 überrascht Sarah die Mutter mit einem besonderen Geschenk - sie kehrt nach einem halben Jahr Au-pair-Aufenthalt aus Toronto zurück. Anna und Hans staunen nicht schlecht über die positive Entwicklung ihrer Ältesten. Die Bulimie scheint endgültig besiegt, Sarah strahlt und wirkt wie ausgewechselt. Nur Tom zeigt wenig Interesse an der Rückkehr seiner Schwester. Er hängt den ganzen Tag am Computer. Als er eine teure Grafikkarte stiehlt, greift Hans ungewöhnlich hart durch und erteilt seinem Sohn absolutes PC-Verbot. Anna ist besorgt um die familiäre Harmonie und versucht ihren Mann zu beschwichtigen. Sie bittet um mehr Verständnis für Tom. Die Stimmung ist gedrückt. “Hartz IV” und vor allem Annas kurzzeitige Affäre mit ihrem Chef bringen Ende 2004 neue Probleme ins Beimer-Zieglersche Haus.

Zweiter Frühling für Hans und seine "Schöne"

Doch auch diese Hürde überwindet das Ehepaar - Tochter Sarah ist dabei eine große Hilfe. Durch einen vorgetäuschten Unfall kann sie ihre Mutter und Hans im Januar 2005 wieder zusammenführen. Das Wiedervereinigungs-Glück beflügelt Hans so sehr, dass er seiner "Schönen" sogar einen zweiten Heiratsantrag macht. Mit leuchtenden Augen willigt Anna ein und am 16. Juni 2005 sagen die beiden im Beisein der Kinder erneut "Ja" zueinander.

Ende Juni 2006 erhalten Anna und Hans ein höchst brisantes Angebot: Das reiche Ehepaar Schneider möchte ihnen 10.000 Euro für Martins Schulplatz in der besten integrativen Schule Münchens zahlen. Ihre Tochter, die ebenfalls am Down-Syndrom leidet, soll an Martins Stelle die Schule besuchen (Folge 1073). Doch gemeinsam mit den Kindern entscheiden Anna und Hans, dass Mürfel die bestmögliche Förderung bekommen und nach den Ferien den Schulplatz selbst antreten soll.

Anfang September erleben Anna und Hans eine herbe Überraschung: Anlässlich eines Hockeyturniers wird Tom positiv auf Drogen getestet und fliegt hochkant aus seiner Mannschaft. Vor allem aber verprellt er damit sein Stipendium für das Leipziger Sportinternat, das er ab Herbst besuchen sollte. Hans und Anna kochen vor Wut über ihren leichtlebigen Filius und sind erst wieder besänftigt, als Tom einen mehrmonatigen Praktikumsplatz in einem IT-Unternehmen antritt.

Gegen Ende des Jahres stehen große Veränderungen im Hause Beimer/Ziegler an: Anna bereitet sich auf ihren Umzug ins litauische Wilna vor, wo sie eine lukrative Stelle als Koordinatorin in einer Begegnungsstätte antreten wird. Doch zunächst will die Erzieherin sichergehen, dass ihre Lieben optimal versorgt sein werden. Deshalb wird händeringend eine Haushaltshilfe gesucht, die den Zurückbleibenden für einige Stunden pro Woche unter die Arme greift. Das neue Jahr scheint es mit der Großfamilie gut zu meinen: Mit der Pädagogik-Studentin Kathy Müller schneit ein patenter Wirbelwind ins Haus, der tatsächlich allen Aufgaben des turbulenten Haushalts gewachsen ist. So kann Anna unbesorgt ihren neuen Arbeitsplatz in der Ferne antreten.

Wenig Begeisterung: Sarah frisch verliebt...

Ende 2007 kehrt Anna zur Freude ihrer Familie nach München zurück, um dort im neuen Jahr eine Stelle als Kindergartenleiterin zu übernehmen (Folge 1151). Tom ist inzwischen ausgezogen und die frischverliebte Sarah erzählt ihrer Mutter begeistert von ihrem neuen Freund Bruno Büring. Doch nachdem Anna und Hans den Eigenbrötler kennengelernt haben, können sie diese Begeisterung nicht teilen.

Als Bruno vorübergehend bei den Beimer/Zieglers einzieht, erfährt Anna schnell, dass Sarah von ihrem Freund geschlagen wird. Anna rastet völlig aus – nicht zuletzt, weil sie sich an ihren gewalttätigen Ex-Mann Friedhelm erinnert fühlt (Folge 1162). Doch ihre Älteste schlägt alle Warnungen in den Wind und zieht sogar mit Bruno zusammen.

Ein halbes Jahr später hat auch Sarah eingesehen, dass Bruno immer wieder zuschlagen wird und will der unglückseligen Beziehung ein Ende setzen. Doch als Bruno seine Freundin beim Kofferpacken erwischt, rastet er aus und prügelt auf sie ein – die verzweifelte Anna muss das am Telefon mit anhören (Folge 1189). Sofort macht sie sich mit Hans auf den Weg... Da Sarah sich inzwischen jedoch selbst befreien konnte, treffen sie nur auf Bruno. Während Hans sich in der Wohnung aufhält, kommt es auf der Galerie des Hochhauses zu einem heftigen Streit zwischen Anna und dem Schläger. Bruno provoziert Anna mit wüsten Beschimpfungen dermaßen heftig, dass diese handgreiflich wird. Bruno stürzt dabei von der Galeriebrüstung in die Tiefe. Hans eilt hinzu, packt die geschockte Anna und flüchtet panikartig mit ihr nach Hause.

Brunos Tod wird von der Polizei zunächst als Selbstmord eingestuft und Sarah fühlt sich zutiefst schuldig. Auf Brunos Beerdigung hält Anna ihr Schweigen nicht mehr länger aus und gesteht Sarah ihre Mitschuld an Brunos Sturz. Außer sich vor Entsetzen kündigt Sarah an, ihre Mutter nie wieder sehen zu wollen. Von Gewissensbissen zerfressen legt Anna schließlich auch vor der Polizei ein Geständnis ab (Folge 1196). Kurz darauf wird sie wegen Totschlags verhaftet und kommt in Untersuchungshaft.

Annas Prozess

Im April 2009 beginnt Annas Prozess. Nachdem Sarah in den letzten Monaten jeglichen Kontakt zu ihre Mutter abgeblockt hat, ist Anna erleichtert, dass Sarah ihr vor Gericht wohlgesonnen ist. Anna wird schließlich wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt (Folge 1222). Da sie jedoch bereits einige Monate in Untersuchungshaft verbracht hat, kann sie bei guter Führung mit einer zeitigen Haftentlassung rechnen.

Nachdem sie den Plan gefasst hat, München nach der Zeit im Gefängnis zu verlassen, um die Konfrontation mit Sarah zu vermeiden, kommt es für Anna völlig überraschend doch noch zur Versöhnung mit ihrer ältesten Tochter. Geschlossen steht ihre Familie hinter ihr, als sie im Mai ihre Haftstrafe antritt (Folge 1224).

Bei ihrem ersten Freigang versucht Anna, nach außen stark zu wirken. Doch bald bricht die Verzweiflung aus ihr heraus. Hans entgeht nicht, dass es Anna im Gefängnis nicht gut geht (Folge 1244). Mit Details rückt Anna jedoch nicht heraus. Dafür bringt sie bei ihrem nächsten Freigang eine Mitinsassin mit: Steffi Kunz wurde soeben nach zwölf Jahren aus der Haft entlassen. Anna ist froh, dass ihre Freundin fürs erste bei ihrer Familie unterkommen kann. Dass Steffi vor zwölf Jahren zwei Menschen erstochen hat, verschweigt Anna zunächst.

Im Mai 2010 beginnt für Anna der Weg zurück in die Gesellschaft. Sie kommt in den offenen Vollzug und arbeitet tagsüber mit ihrer Cousine Gabi im "Café Bayer", das sich unter der Beimer/Ziegler-Wohnung in der Kastanienstraße befindet (Folge 1274). Dadurch hat Anna die Möglichkeit, ihre Familie häufig zu sehen. Die Nächte allerdings muss sie nach wie vor im Gefängnis verbringen. Im Juni wird Anna schließlich entlassen. Ihre Freundin Steffi bietet ihr eine Stelle in ihrem Pralinengeschäft "Kakao" an, die Anna glücklich annimmt.

Verdacht gegen Steffi

Was Anna nicht weiß: Steffi wird von Unterweltboss Attila erpresst, im "Kakao" Geld für ihn zu "waschen" (Folge 1282). Sollte sie sich weigern, droht Attila, dass es Anna schlecht ergehen werde. Steffi willigt ein und so gehen unbemerkt mehrere tausend Euro pro Monat durch die Kassen ihres Pralinengeschäfts. Sarah beobachtet die Vorgänge im "Kakao" mit Argusaugen. Ihr schwant, dass dort nicht alles mit rechten Dingen vorgeht. Sie hat Angst um Anna - schließlich ist ihre Mutter vorbestraft und darf unter keinen Umständen wieder in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Sarah konfrontiert Anna mit ihrem Verdacht und bittet sie, Steffi und ihre Geschäfte im "Kakao" genauer unter die Lupe zu nehmen. Schweren Herzens willigt Anna ein und findet tatsächlich heraus, dass Steffi die Finanzen manipuliert. Damit konfrontiert versucht Steffi zunächst, sich mit neuen Lügen aus der Affäre zu ziehen, doch schließlich gibt sie zu, von Attila erpresst zu werden. Gemeinsam mit den Beimer/Zieglers beschließt Steffi, als Zeugin gegen die gesuchte Unterweltgröße auszusagen und damit ins Zeugenschutzprogramm zu gelangen. Im September 2010 übergibt Steffi den Laden an Murat unter der Bedingung, dass er Anna weiter beschäftigt. Anschließend  verabschiedet sie sich tränenreich von Anna und deren Familie in ein Leben mit einer neuen Identität (Folge 1295)...

Umzug ohne Töchter

Im Oktober 2010 kommt der Wohnungsmarkt rund um die Lindenstraße in Schwung. Anna erfährt von Sarah, dass sie gerne ausziehen möchte. Da auch Tochter Nummer Zwei, Sophie, seit einiger Zeit ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) an der Ostsee macht, ist die Wohnung in der Kastanienstraße für Anna, Hans und Martin eigentlich zu groß und zu teuer. Nach einigen Überlegungen findet sich eine Lösung: Die drei übrig gebliebenen Beimer/Zieglers ziehen in eine kleinere Bleibe im Haus Lindenstraße Nr. 3, während Sarah in der alten Wohnung bleibt und dort eine Vierer-WG gründet (Folge 1300). So ist mit dem Umzug allen geholfen, auch wenn Anna ein ganz klein wenig wehmütig zumute ist.

Der Traum vom Eigenheim

Nachdem Hans mit seinem Freund Andy ein erfolgreiches Taxiunternehmen auf die Beine gestellt hat, kann er es mit Gewinn verkaufen. Mit dem Erlös wollen sich Anna und Hans einen alten Traum erfüllen: ein Häuschen im Grünen. Die beiden finden ein geeignetes Objekt, das sie sogleich erwerben und fertig ausbauen wollen. Doch wegen eines Wasserschadens kommt es zum Baustopp. Zwar wird eindeutig festgestellt, dass die Baufirma für die Mängel verantwortlich sind, aber da diese pleite ist, bleiben Hans und Anna auf den Kosten sitzen. Schweren Herzens geben die beiden ihr Traumhaus auf und bleiben in der Lindenstraße Nr.3.

Von wegen Wechseljahre...

Überraschung für die 53-jährige Anna: Anstatt mit den Wechseljahren sieht sie sich Ende 2012 mit einer erneuten Schwangerschaft konfrontiert (Folge 1410). Da Anna nicht mehr die Kraft hat ein weiteres Kind großzuziehen, entscheidet sie sich dafür das Kind zur Adoption freizugeben. Im Juni 2013 kommt Baby Emil zur Welt (Folge 1436) und wird direkt den Adoptiveltern übergeben. Hans hatte dem Vorgehen zwar zunächst zugestimmt, doch er kann sich mit der Entscheidung einfach nicht abfinden und holt seinen Sohn zurück, obwohl Anna gedroht hat ihn dann zu verlassen. Da die Adoption noch nicht amtlich ist, ist eine Revidierung rechtlich möglich. Nach einem großen Streit macht Anna ihre Drohung wahr und zieht mit Sohn Martin ins Allgäu (Folge 1439). Seither leben Anna und Hans getrennt.

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Datum 23.10.2014
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