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Penner Harry

Gespielt von Harry Rowohlt

"Penner Harrys" (bürgerlicher Name: Hartmut Rennep) Geburtsdatum und -ort sind unbekannt. Harry ist erwerbs- und wohnungslos und schlurft im Februar 1995 erstmalig über die Münchener Lindenstraße. Seine Sprachgewandtheit verrät, dass Harry früher einmal Bildung genossen haben muss. Heute genießt er vor allem den Rotwein und seine Ungebundenheit.

Harrys Geschichte

Gerne hält sich Harry im griechischen Restaurant “Akropolis” auf, wo er versucht, das ein oder andere Getränk zu ergattern. Im Juli 1999 nimmt er am Benefiz-Abend für das nigerianische Volk der Ogoni im ”Akropolis” teil und ist dabei, als Harry Rowohlt Texte des 1995 getöteten nigerianischen Freiheitskämpfers Ken Saro-Wiwa liest. Als Harry 2000 an einem offenen Bein leidet, nimmt Gabi Zenker ihn vorübergehend in ihrer Wohnung auf. Harry genießt Gabis Pflege und das Dach über dem Kopf so sehr, dass er die heilende Wunde heimlich wieder aufreißt, um noch länger bei Zenkers bleiben zu dürfen.

Dabei wird er jedoch von Andy beobachtet, der ihn hochkant rauswirft. Harry erreicht zwar, dass Gabi ihm noch eine Woche Schonfrist einräumt, muss dann aber auf die Straße zurück. Mitte März 2006 flattert ein Brief mit unbekanntem Adressaten ins Haus Lindenstraße Nr.3: Von einem "Hartmut Rennep" hat hier noch keiner gehört. Eine Woche wartet der Umschlag vergeblich auf seinen rechtmäßigen Empfänger, bis Bruno Skabowski seiner Neugierde endlich nachgibt und ihn öffnet.

Die ominöse Aussprache

Dem Text ist zu entnehmen, dass ein alter Mann kurz vor seinem Tod um eine Aussprache mit seinem Sohn Hartmut bittet - außerdem möchte er unbedingt noch dessen Frau Helga und die Enkelkinder Marion und Klaus kennen lernen! Helga Beimer ist ratlos - sowohl Erichs als auch Hans' Vater können als Absender ausgeschlossen werden...

Als Bruno die Geschichte des ominösen Briefes schließlich in den "Aloisius Stub'n" erzählt, fällt Penner Harry vor Schreck die Bierflasche aus der Hand. Wie sich herausstellt, ist Harry der gesuchte Hartmut Rennep. Kleinlaut gibt er zu, seinem Vater in zahlreichen Briefen vorgelogen zu haben, er sei verheiratet mit Helga Beimer und Vater von Marion und Klaus - und Erich sei Helgas debiler verfressener Bruder! Eine aufreibende Konfrontation mit diesem Lügenkonstrukt will man dem alten Mann nicht mehr zumuten und Helga kann überredet werden, für einen Tag "Frau Rennep" zu spielen.

Am 06. April 2006 ist es so weit: Mit neuer Kurzhaarfrisur und in Erichs Anzug empfängt Harry seinen Vater in der Beimerschen Wohnung. Helga bemüht sich sehr und mimt die perfekte Ehefrau und auch Erich gibt den verfressenen Bruder sehr authentisch wieder. Doch da Rennep Senior ebenso kauzig daherkommt wie Harry selbst, kommt ein Gespräch nur schwer in Gang. Auch am Kaffeetisch schweigen sich Vater und Sohn beharrlich an. Als die beiden aber später allein im Wohnzimmer sitzen, ertönt zu Helgas Erstaunen schallendes Gelächter. Kurz darauf bricht Herr Rennep auch schon wieder auf. Förmlich bedankt er sich bei Helga und auch bei Harry: „Ich freue mich, dass wir uns versöhnt haben!“ Allerdings gibt er zu, sich ein etwas unkonventionelleres Leben für seinen Sohn gewünscht zu haben...!

Fortan ist "Penner Harry" wieder auf der Lindenstraße und im ”Akropolis” anzutreffen und kommentiert wortgewandt die ”Lindensträßler”. In alter Manier steht Harry immer gerade dort, wo es etwas zu feiern und/oder diskutieren gibt.

Singen für Harrys Gebiss

Im März 2007 wird Harry an die Grenzen des für ihn Erträglichen geführt: Massive Zahnschmerzen machen ihm das Leben zur Qual und verleiden ihm selbst sein innig geliebtes Bierchen im „Akropolis“. Schon bald ist die Entzündung des Kiefers so weit fortgeschritten, dass seine Schneidezähne gezogen werden müssen – Harry braucht dringend eine Gebissprothese. Zum Glück kommt Harry die soziale Ader von Kellner Alex und dem „Akropolis“-Stammtisch zu Gute: Andy, Bruno, Erich, Hajo und sogar Rock’n’Roll-Star Ted Herold nehmen an einem Boygroup-Wettbewerb teil um das Geld für Harrys Gebiss zu ertanzen – und zwar mit Erfolg: Die leicht betagten Laien werden mit einem Sonderpreis für Originalität ausgezeichnet, der mit 2000 Euro belohnt wird. Harry kann wieder lächeln – seine Zähne sind gerettet!

Auch in den nächsten Jahren bleibt Harry seinem Quartier in der Lindenstraße treu. Spätestens seit der beherzten Aktion der Stammtischbrüder hat Harry hier eine Art Heimat gefunden.

Rolle - Aktiv

Vorname: Penner
Nachname: Harry
Erste Folge: 482

Copyright © WDR 2014
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Datum 20.09.2014
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