Die „Lindenstraße“ spielt in München, wird aber von Beginn an in Köln produziert. Da wäre es im wahrsten Sinne naheliegend gewesen, für die Außenaufnahmen eines Angel-Ausfluges der Familie Beimer auf Gewässer der Kölner Umgebung auszuweichen. Technisch kein Problem – hätten die Autoren der Serie nicht ausdrücklich ins Drehbuch geschrieben, dass Erich Schiller, Helga Beimer und ihre Sippe vor alpiner Kulisse urlauben. Nach längerer Motivsuche und Besichtigung vor Ort fiel die Wahl auf den Walchensee bei Bad Tölz. Anfang Juli drehte dort das Team um Regisseur Iain Dilthey den Alpen-Ausflug, der für Helga und Erich ein dramatisches Ende nimmt…
„Wir haben einen Ort gesucht, an dem ein nervlich stark belasteter Mensch wie Schiller flüchtet, um zur Ruhe zu kommen“, sagt Regisseur Dilthey. „Die Umgebung sollte ursprünglich und unverbaut sein - deshalb fiel unsere Wahl auf den Walchensee.“
Aus logistischen Gründen drehte das knapp 20-köpfige Team bereits im Sommer am Walchensee. Dabei wurden insgesamt vier Szenen mit einer Gesamtlänge von etwa acht Minuten inszeniert. Die Dreharbeiten für Schillers Angelausflug waren technisch besonders aufwändig: Ein großer Teil der Handlung spielt in einem kleinen Ruderboot mitten auf dem See. So musste die komplette Kamera- und Tontechnik auf mehrere Beiboote rund um das Hauptboot verteilt werden – und zwar so, dass sie später auf dem Bildschirm nicht sichtbar ist. Außerdem schlug das Wetter Kapriolen. Von strahlendem Sonnenschein über ergiebige Regenschauer bis zu heftigem Wind war alles vertreten – schwierige Bedingungen für das Drehteam und die Schauspieler. Dennoch kamen alle Szenen pünktlich in den Kasten.
Sendedatum: 18. Oktober 2009, 18:50 Uhr
Dreharbeiten am Walchensee südlich von München
Erich, Helga, Marion und Klaus (v.l.n.r.: Bill Mockridge, Marie-Luise Marjan, Ulrike C. Tscharre und Moritz A. Sachs)
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